Der gesellschaftliche Wandel ist die Basis für Veränderung in einem Unternehmen. Innovation hat dort den grössten Hebel, wo sie auf einen nachhaltigen Megatrend trifft. Für Unternehmen ist es deshalb wichtig, die zentralen Trends der Gesellschaft als indirekten Rahmen für die Zukunftsstrategie und im Projektportfolio zur Kenntnis zu nehmen (Gassmann & Granig, 2013, S. 91). Ein Trend ist eine Entwicklung im Zeitablauf und beschreibt eine Veränderungsbewegung. Sie sind miteinander vernetzt und stehen ebenfalls in Wechselwirkung zueinander. So kann ein Trend einen anderen verstärken, oder einem anderen entgegenwirken. Trends finden sich in unterschiedlichsten Bereichen und in unterschiedlichsten Durchdringungstiefen: Es können reine Oberflächenphänomene (z.B. Produkttrends) oder tiefe, nachhaltige Strömungen sein (z.B. Megatrends). Umgangssprachlich werden auch Modeerscheinungen, Hypes und Konsumtrends als «Trends» bezeichnet (Gassmann & Granig, 2013, S. 92; Zukunftsinstitut, o. J.). Folgende Trends können gemäss dem Zukunftsinstitut unterschieden werden:

  • Metatrends: Die evolutionären Konstanten der Natur
  • Megatrends: Langfristige Entwicklungen und Auswirkungen in allen möglichen Lebensbereichen (Halbwertszeit 25-30 Jahre)
  • Soziokulturelle Trends: Mittelfristige Veränderungsprozesse, welche von den Lebensgefühlen der Menschen im sozialen und technischen Wandel geprägt werden (Halbwertszeit rund 10 Jahre)
  • Konsum- und Zeitgeisttrends: Mittel- bis kurzfristige Veränderungen vor allem in Konsum- und Produktwelten (Halbwertszeit 5-8 Jahre)
  • Produkt- und Modetrends: Flüchtige, oberflächliche und häufig marketinggesteuerte Phänomene

Bei der Trendforschung geht es um das kurz- bis mittelfristige Analysieren von Systemen und Veränderungsprozessen. Der Zeithorizont der Betrachtung liegt bei 5-10 Jahren. Durch die Früherkennung von Entwicklungen und Veränderungen soll das Unternehmen darauf vorbereitet werden (Gassmann & Granig, 2013, S. 93). Trendscouting hingegen dient dazu, Sachverhalte, Situationen und Objekte in fremden Kultur- und Themenkreisen zu sammeln, zu katalogisieren und für spätere Prozesse aufzubewahren. Es geht darum, aktuelle Trends zu erkennen und als Quelle für die eigene Ideenentwicklung zu nutzen (Burkhardt u. a., 2018, S. 806).

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel dient Ausbildungs- und Inspirationszwecken (This article serves educational and inspirational purpose). Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Auszug aus der Masterthesis “Innovation Y & Z: Ein auf Generation Y und Z ausgerichteter Innovationsprozess für Softwarehersteller” von Flavio De Roni, welche 2020 an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich (HWZ) eingereicht worden ist. Die Teilung des Inhalts erfolgt mit ausdrücklicher Zustimmung des Autors. Die Management Summary und gesamte Arbeit findet sich unter folgendem Link auf flavioderoni.ch.

  • Burkhardt, N., Ernst, A., Rings, J., Rings, S., Schobloch, A., Spicker, M., … Ziegler, D. M. (2018). Das grosse Handbuch Innovation: 555 Methoden und Instrumente für mehr Kreativität und Innovation im Unternehmen. (B. van Aerssen & C. Buchholz, Hrsg.). München: Vahlen.
  • Gassmann, O., & Granig, P. (2013). Innovationsmanagement: 12 Erfolgsstrategien für KMU. München: HANSER.
  • Zukunftsinstitut. (o. J.). Trends – Grundlagenwissen. Abgerufen 15. Mai 2020, von https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/trends-grundlagenwissen/

in

  • De Roni, F. (2020). Innovation Y & Z: Ein auf Generation Y und Z ausgerichteter Innovationsprozess für Softwarehersteller. HWZ.

Bildquelle: Image by Gerd Altmann from Pixabay


Flavio

Master in Business Innovation. B.Sc. Business Engineering|Innovation. Blogger. Traveller. Product Owner. #ginvibes. Knight of Taste. Sports enthusiast. Foodie. Creative Kid. #iger. The guy behind inspiique.

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